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Fachkräftemangel Gesundheitswesen

Fachkräftemangel im Gesundheitswesen: Zahlen, Ursachen, Lösungen (Stand 2026)

Im deutschen Gesundheitswesen arbeiten rund 6,2 Millionen Menschen, mehr als je zuvor (Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand: 01/2026). Trotzdem bleiben offene Stellen neun bis zehn Monate unbesetzt, und Physiotherapie, ZFA und Ergotherapie gehören zu den knappsten Berufen im Land. Diese Seite trägt die geprüften Kennzahlen für Physiotherapie, Pflege und Zahnarztpraxen zusammen, erklärt die Ursachen und zeigt, was einzelne Betriebe tun können.

Über 283 Betriebe vertrauen der Blacklyne-Gruppe, unserer Muttermarke – seit Anfang 2024

Die Zahlen

Fachkräftemangel im Gesundheitswesen: die Statistik 2026

Sechs Kennzahlen, jede mit Quelle und Stand. Sie stammen aus der Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit und den Erhebungen des Statistischen Bundesamts.

  • 6,2 Mio.

    Menschen arbeiten im deutschen Gesundheitswesen

    Ende 2024, plus 102.000 gegenüber dem Vorjahr. Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand: 01/2026.

  • 2,8 von 3

    Engpass-Punkten erreicht die Physiotherapie

    Einer der höchsten Werte aller bewerteten Berufe. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2025, Stand: 05/2026.

  • 2,7 von 3

    Engpass-Punkten erreichen ZFA und Ergotherapie

    Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2025, Stand: 05/2026.

  • 304 Tage

    bleibt eine Physiotherapie-Stelle im Schnitt unbesetzt

    2023 waren es 253 Tage, 2024 schon 280. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Abfrage des IFK, Stand: 03/2026.

  • 286 Tage

    bleibt eine Stelle in der Altenpflege im Schnitt unbesetzt

    Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2024. Eine neuere BA-Auswertung (Stand: 10/2024) weist 296 Tage aus.

  • bis 690.000

    Pflegekräfte könnten bis 2049 fehlen

    Je nach Szenario 280.000 bis 690.000 – eine Wenn-Dann-Rechnung, keine Gewissheit. Quelle: Statistisches Bundesamt, Pflegekräftevorausberechnung, 2024.

Der Mangel ist Gegenwart, und er verteilt sich ungleich. Zwischen Berufsgruppen, Regionen und einzelnen Betrieben liegen Welten. Für eine Praxis oder Einrichtung ist das die wichtigste Information: Der Durchschnitt beschreibt den Markt, über die eigene Besetzung entscheidet er nicht.

Zuletzt geprüft: 07/2026. Diese Übersicht darf mit Quellenangabe (Blacklyne Recruiting) zitiert und verlinkt werden. Wir aktualisieren die Kennzahlen, sobald neue amtliche Daten vorliegen.

Die Ursachen

Warum der Engpass bleibt

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen hat keine einzelne Ursache, die sich beheben ließe. Drei Entwicklungen verstärken sich gegenseitig.

  1. 01

    Die Demografie wirkt doppelt

    Eine alternde Bevölkerung braucht mehr Therapie, Pflege und Behandlung, während geburtenstarke Jahrgänge aus genau diesen Berufen in Rente gehen. Der Bedarf steigt, das Angebot sinkt.

  2. 02

    Der Nachwuchs gleicht die Abgänge nicht aus

    Die Absolventen in Therapie-, Pflege- und Assistenzberufen decken die Abgänge durch Rente und Berufswechsel nicht. Selbst wachsende Ausbildungszahlen schließen die Lücke erst mit Jahren Verzögerung.

  3. 03

    Ausgebildete verlassen den Beruf

    Fast ein Drittel der Pflegekräfte denkt mehrfach im Monat bis täglich über einen Ausstieg aus dem Beruf nach (Quelle: DBfK, 2024). Belastung, Schichtdienst und fehlende Wertschätzung treiben Fachkräfte in andere Branchen, und jede, die geht, erhöht die Last für die, die bleiben.

Auf Entspannung zu warten, hilft also keinem Betrieb. Wer heute einstellt, konkurriert um Fachkräfte, die zwischen mehreren Angeboten wählen und Arbeitgeber so vergleichen, wie Patienten eine Praxis auswählen: online, am Handy, in wenigen Minuten.

Physiotherapie

Physiotherapie: die längste Suche im Therapie-Bereich

Die Physiotherapie erreicht in der Fachkräfteengpassanalyse 2,8 von 3 möglichen Engpass-Punkten (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2025, Stand: 05/2026). Eine offene Stelle blieb 2025 im Schnitt 304 Tage unbesetzt, nach 253 Tagen 2023 und 280 Tagen 2024 (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Abfrage des IFK, Stand: 03/2026). Es dauert jedes Jahr länger.

Für Praxisinhaber bedeutet jede unbesetzte Bank ausgefallene Termine, abgewiesene Patienten und Mehrarbeit im Team. Die Hintergründe stehen im Beitrag Fachkräftemangel in der Physiotherapie, die Marktzahlen in Wie viele Physiotherapeuten fehlen. Was Praxen tun können, zeigt Physiotherapeuten einstellen, den Überblick gibt die Seite für Physio-Praxen.

Pflege

Pflege: die größte Lücke, heute und bis 2049

Pflegeberufe stehen in der Fachkräfteengpassanalyse seit Jahren auf der Liste der Engpassberufe. In der Altenpflege bleibt eine gemeldete Stelle im Schnitt 286 Tage unbesetzt (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2024), eine neuere BA-Auswertung (Stand: 10/2024) weist 296 Tage aus. Bis 2049 rechnet das Statistische Bundesamt je nach Szenario mit 280.000 bis 690.000 fehlenden Pflegekräften (Quelle: Destatis, 2024). Alle Zahlen dahinter versammelt der Beitrag Wie viele Pflegekräfte fehlen in Deutschland.

Dazu kommt die Abwanderung aus dem Beruf: Fast ein Drittel der Pflegekräfte denkt mehrfach im Monat bis täglich über einen Ausstieg nach (Quelle: DBfK, 2024). Halten ist deshalb so wichtig wie Gewinnen. Mehr dazu auf den Seiten Personalmangel in der Pflege, Pflegekräfte gewinnen und für Pflegedienste und Einrichtungen.

Zahnarztpraxen

Zahnmedizinische Fachangestellte: ganz oben in der Engpassanalyse

Ganz oben in der Fachkräfteengpassanalyse stehen Therapie- und Praxisberufe: Physiotherapie mit 2,8, Zahnmedizinische Fachangestellte mit 2,7 von 3 möglichen Punkten (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2025, Stand: 05/2026). Warum das so ist, analysiert der Beitrag ZFA-Mangel: warum Zahnarztpraxen keine Fachkräfte finden. Jede ZFA, die kündigt, hat Auswahl, und die Praxis, die sie ersetzen will, konkurriert mit jeder anderen Praxis im Umkreis.

Viele Praxen suchen noch wie vor zehn Jahren: eine Anzeige im Portal, ein Hinweis im Schaufenster, warten. Wie die Suche heute aussieht, zeigt die Seite ZFA finden, eine Vorlage steht unter Stellenanzeige ZFA: Muster. Den Überblick gibt die Seite für Zahnarztpraxen.

Die Lösungen

Was gegen den Fachkräftemangel wirkt

Ausbildungskapazitäten, Anerkennungsverfahren und Vergütung sind Aufgaben für Politik und Verbände, und sie wirken in Jahren. Wer heute eine Stelle besetzen muss, braucht Hebel im eigenen Haus. Drei haben sich bewährt.

  1. 01

    Das bestehende Team halten

    Die günstigste offene Stelle ist die, die gar nicht erst entsteht. Faire Konditionen, verlässliche Pläne und echte Entwicklung senken die Wechselbereitschaft. Wie das aussieht, zeigt der Beitrag Mitarbeiterbindung in der Praxis.

  2. 02

    Auf der eigenen Website überzeugen

    Jeder Bewerber sieht sich den Betrieb an, bevor er sich meldet, meist abends am Handy. Echte Fotos, klare Konditionen und eine Bewerbung ohne Anschreiben entscheiden, ob aus Interesse eine Bewerbung wird. Sonst springen erfahrungsgemäß bis zu neun von zehn ab (Erfahrungswert aus unseren Projekten, keine amtliche Statistik).

  3. 03

    Gefunden werden, ohne Anzeigen

    44 % der Beschäftigten planen nicht, in einem Jahr noch beim selben Arbeitgeber zu sein, aktiv suchen nur 12 % (Gallup Engagement Index Deutschland 2025). Wer wechseln will, googelt oder fragt ChatGPT. Die eigene Website bringt den Betrieb in den Google-Stellenkasten und in die KI-Antwort, ohne Werbebudget.

Zusammen ergibt das den Weg, für den wir das Website-System bauen: Fachkräfte dauerhaft über die eigene Website gewinnen. Die Website gehört dem Betrieb, und ihre Sichtbarkeit wächst mit der Zeit. Was auf einem leergefegten Arbeitsmarkt zählt, vertieft der Beitrag Mitarbeiter finden trotz Fachkräftemangel, die Gesamtkosten einer Suche was ein Recruiting-Prozess kostet.

FAQ

Häufige Fragen zum Fachkräftemangel im Gesundheitswesen

  1. Wie groß ist der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen?
    Physiotherapie, Zahnmedizinische Fachangestellte und Ergotherapie gehören zu den knappsten Berufen in Deutschland: In der Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit erreicht die Physiotherapie 2,8 von 3 möglichen Engpass-Punkten, ZFA und Ergotherapie je 2,7 (Stand: 05/2026). Eine Physiotherapie-Stelle blieb 2025 im Schnitt 304 Tage unbesetzt, und in der Pflege könnten bis 2049 je nach Szenario 280.000 bis 690.000 Fachkräfte fehlen (Quelle: Destatis, 2024).
  2. Wie viele Menschen arbeiten im Gesundheitswesen in Deutschland?
    Ende 2024 arbeiteten rund 6,2 Millionen Menschen im deutschen Gesundheitswesen, 102.000 mehr als im Vorjahr (Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand: 01/2026). Die Branche wächst seit Jahren, und trotzdem bleiben Stellen so lange unbesetzt wie nie. Der Bedarf wächst schneller als das Personal.
  3. Wie groß wird die Personallücke in der Pflege?
    Das Statistische Bundesamt rechnet in seiner Pflegekräftevorausberechnung damit, dass bis 2049 je nach Szenario zwischen 280.000 und 690.000 Pflegekräfte fehlen (Quelle: Destatis, 2024). Das ist eine Wenn-Dann-Rechnung und keine Gewissheit. Selbst das günstigste Szenario bedeutet eine Lücke von mehreren Hunderttausend.
  4. Wie lange bleiben Stellen im Gesundheitswesen unbesetzt?
    Deutlich länger als im Durchschnitt aller Berufe. Eine Physiotherapie-Stelle blieb 2025 im Schnitt 304 Tage unbesetzt (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Abfrage des IFK, Stand: 03/2026), eine Stelle in der Altenpflege 286 Tage laut Fachkräfteengpassanalyse 2024. Eine neuere BA-Auswertung (Stand: 10/2024) weist für die Altenpflege 296 Tage aus. Das sind jeweils neun bis zehn Monate pro Stelle.
  5. Was sind die Ursachen des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen?
    Drei Entwicklungen wirken zusammen: Eine alternde Bevölkerung braucht mehr Behandlung und Pflege, während geburtenstarke Jahrgänge aus den Gesundheitsberufen in Rente gehen. Die Ausbildungsabsolventen gleichen diese Abgänge nicht aus. Und ein Teil der Fachkräfte verlässt den Beruf vorzeitig – fast ein Drittel der Pflegekräfte denkt mehrfach im Monat bis täglich über einen Ausstieg nach (Quelle: DBfK, 2024).
  6. Was können einzelne Praxen und Einrichtungen gegen den Fachkräftemangel tun?
    Den Gesamtmarkt kann kein einzelner Betrieb ändern, die eigene Position darin schon. Die Vakanzzeiten sind Durchschnitte über Betriebe, die seit Jahren dieselbe Anzeige erneuern, und Betriebe, die in Wochen besetzen. Wer sein Team hält, auf der eigenen Website überzeugt und dort gefunden wird, wo Bewerber suchen – im Google-Stellenkasten und in KI-Antworten –, gewinnt Fachkräfte dauerhaft über die eigene Website.

Der Markt ist eng. Ihre nächste Besetzung muss es nicht sein.

Rund zehn Minuten am Telefon: wie eng der Markt in Ihrer Region und Berufsgruppe ist, wo Bewerber heute abspringen und wie Ihre eigene Website sie ohne Anzeigen erreicht. Über ein Angebot reden wir danach.

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